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Notizen zu Eurem Benimm bei Tisch
Des schicklichen Verhaltens während der Mahlzeit ist man sich schon im Mittelalter wohl bewusst. Dazu gehört zuvorderst das geziemende Benehmen der Knechte und Mägde, die ihre Gäste, sprich „Mannsbilder“ und „Weibsbilder“ durch Aufmerksamkeit und ein heiteres Gesicht erfreuen.
So wird Euch schon zur Begrüßung der Honig-Met im Kuhhorn mit einem Lächeln gereicht.
Zum Mahle wird getrunken, was aus mancherlei Korn zu mälzen, gären oder brennen ist. Meist dunkles Bier, nach alter Art gebraut. Bedenkt, man trinkt nicht still für sich allein, sondern man trinkt sich zu. Dabei darf der wohlgemeinte Trinkspruch nicht fehlen: „Auf die Gesundheit“ oder kurz „G’sundheit“. Es schickt sich, dass die Tischnachbarn den Spruch erwidern.
Wenn „Weibsbilder“ mit an der Tafel sitzen, ist es Sitte, dass sie die „Mannsbilder“ versorgen und ihnen aus den vollen Schüsseln die feinsten und schönsten Stücke heraussuchen. Erst dann legen sie sich selbst die Speisen auf ihr Holzbrett und schenken die Getränke ein.
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